Summer Rose Cup at Ascot: Like Phoenix from the Ashes

Wie Phönix aus der Asche – Ascot erfindet sich neu. Der traditionsreiche Ort hat in den letzten Jahren stark zu kämpfen gehabt und scheint endlich aus dem Dornröschenschlaf erwacht zu sein! Das Festklammern an alten und elitären Strukturen hätte beinahe das Aus für die legendären Pferderennen bedeutet. Insbesondere der Summer Rose Cup – in der Magischen Gesellschaft das beliebteste Festival Meeting des Jahres – stand nach den Protesten 1987 auf der Kippe.

Doch dieses Jahr ist alles anders: Alte Logen werden neu besetzt. Und zwar nicht nur durch Privatpersonen, sondern auch durch verschiedenste Rugby-Teams. Die Vorstellung der Honour League im Rahmen des traditionsträchtigen Pferderennens kam für alle überraschend. Zumal die Rennen dafür aus dem Mai auf Ende April vorgezogen werden mussten, damit sie die Rugby-Saison einläuten können. Das stößt bei einigen Pferdeliebhaber*innen auf Skepsis, doch die neue Kooperation mit dem Volkssport Nummer 1 scheint als Konzept für Ascot aufzugehen.

Die Synergieeffekte sind unübersehbar. Bekannte Größen aus der Rennszene wie der Earl of Sutherland, die Duchess of Lancaster, aber auch Morpheus Kaldewey gelten als die Helden der Harrington Harriers, indem sie dem gebeutelten Team finanziell unter die Arme greifen. Und andersherum versuchen sich die großen Sponsor*innen der Honour League, Agatha Cringle und Boris Blinow, nun einen Namen in Ascot zu machen und bringen eigene Pferde an den Start. Die Volksnähe des Rugbys wiederum sorgt für neues Publikum in Ascot Garden, auf dessen Rasen lange nur durch Gründer- sowie ausgewählten Konsensfamilien gelustwandelt werden durfte. 

Aber auch auf sportlicher Ebene gibt es Neuigkeiten: Der Summer Rose Cup gehört jetzt zu den „Three out of Seven“. Das bedeutet, alle Pferde, die am 30. April im fünften Rennen starten, bekommen internationale Punkte gutgeschrieben. Die Pferde, die in dieser Saison an drei internationalen Rennen teilgenommen haben, können sich für die International Master Class am Ende des Jahres qualifizieren. Zu den “Seven” gehören neben Ascot auch der Curragh Racecourse (Irland), der Mysore Race Club (Indien), der Bush Lot Sea View Park (Hongkong), der Gulfstream Park (USA), der Longchamp Racecourse (Frankreich) und der Volkseigene Rennbetrieb Hoppegarten (DDR).

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