Goddess of Bakery Olivia Merrygold: „Just Have Fun!“

Schon früh hat Olivia Merrygold gelernt, die Presse zum eigenen Vorteil zu nutzen. Aber die Teilnahme am traditionellen Bake Off-Backwettbewerb des Daily Observer war auch für sie eine Herausforderung, wie sie nun im Interview gesteht. Denn Backen gehörte bislang eher nicht zu ihrer Expertise.

Nachdem sie mit einem traditionellen Yule Log überraschend den Sieg eingefahren und sich nun „Goddess of Bakery 1987“ nennen darf, dauerte es daher auch nicht allzu lang, bis erste Gegenstimmen laut wurden. Allen voran William und Edith Merrygold, die ihrer Halbschwester Kalkül und Schummelei unterstellten. Ihre Teilnahme sei nicht mehr als ein bloßer PR-Gag und diene nur dazu, den guten Ruf der Familie weiter zu schädigen. Hinzu komme die Tatsache, dass der gemeinsame Vater Henry Lloyd Merrygold, Politiker der Central Alliance, als Mitglied der Jury direkt über die Teilnehmenden urteilen durfte.

Allerdings weist der Daily Observer als Ausrichter des Wettbewerbs entschieden zurück, dass hier eine Einflussnahme stattgefunden hat. So wird im Vorfeld weder die Jury bekannt gegeben, noch die Teilnehmenden der Jury vorgestellt, bis es unmittelbar zur Beurteilung kommt. Außerdem ist es nicht das erste Mal, dass es verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Jury und Teilnehmenden gibt. Man erinnere sich nur an die Teilnahme des letzten Premiers Eliott Payne (Vorgänger von Imogen Bail), dessen Schwiegermutter Edwina Knatchbull 1978 Teil der Jury war. Gewonnen hat der Premier den Wettbewerb dadurch aber nicht – ganz im Gegenteil.

Olivia Merrygold hat im Exklusivinterview mit dem Daily Observer nun zu den Vorwürfen Stellung bezogen und erzählt, woher sie ihre Rezeptinspiration genommen hat. Außerdem verrät sie, ob sie wirklich in Pumps über den berüchtigte Death Trap-Hindernisparcours der Broughton Academy gelaufen ist.

Daily Observer: Miss Merrygold, haben Sie mit Ihrem Sieg gerechnet?

Olivia Merrygold: Nein, ich hatte ja auch starke Konkurrenz, die vor allem teilweise schon einiges an Backerfahrung mitgebracht hat – ganz im Gegensatz zu mir. Aber ich freue mich natürlich sehr darüber, Goddess of Bakery zu sein.

Würden Sie sagen dass Sie durch den Sitz Ihres Vaters in der Jury einen Vorteil hatten?

Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Was würde es auch für ein Licht auf ihn werfen, wenn er mir bessere Punkte gibt, nur weil ich seine Tochter bin? Ich wusste auch gar nicht, dass er in der Jury sitzt. Und er war sicher genauso überrascht, mich bei den Kandidat*innen zu entdecken.

Was können Sie Ihren Neider*innen – allen voran Ihren Halbgeschwistern – mit diesem Sieg vermitteln?

Man sollte mich nicht unterschätzen, vor allem wenn man mich überhaupt nicht kennt. Nur weil ich gern feiern gehe, sagt das noch lange nichts über meinen Charakter und meine Fähigkeiten aus! Ich kann nur hoffen, dass meine Halbgeschwister über das Interview nachdenken.

Das Rezept war ja recht traditionell – woher stammt es und wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Weihnachten wurde bei mir zuhause nie besonders groß gefeiert, deswegen kenne ich auch nicht allzu viele Traditionen. Also war ich in der Bibliothek der Academy und habe dort ein Buch über alte Bräuche und Traditionen gefunden. Und da ich auch noch nicht gebacken habe, musste ich mir auch hier etwas Hilfe holen. Aber ich kenne ja sehr viele Leute und das Rezept habe ich schließlich von einem Kontakt zugeschickt bekommen.

Seit Ende des Jahres sind Sie Anwärterin an der Broughton Academy. Würden Sie sagen, dass Sie sich dadurch verändert haben und stimmt das Gerücht dass Sie in High Heels auf der Death Trap waren?

(lacht) Ja, das Gerücht stimmt. Es war eine gute Schlagzeile und die wollte ich dann auch erfüllen! Ich denke schon, dass ich mich durch die Ausbildung verändert habe. Es wird in jedem Unterricht deutlich, dass Wächter*innen eine große Verantwortung haben und diese möchte ich auch wahrnehmen – dafür habe ich die Ausbildung ja auch begonnen. Und auch das ein oder andere Gespräch mit den anderen Anwärter*innen hat mir neue Impulse gegeben, die ich künftig versuche umzusetzen. Ich nehme die Ausbildung überaus ernst!

Zum Schluss: Was würden Sie zukünftigen Teilnehmerinnen des Bake Offs gerne mit auf den Weg geben?

Habt Spaß und probiert euch aus! Und lasst euch von negativen Stimmen niemals von euren Zielen und Träumen abbringen!

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