Harrington Rugby: Back to the Roots

Es war ein tollkühner Plan, den der Rugby-Verband HRU (Harrington Rugby Union) den Vereinen in der Winterpause vor die Nase setzte. Nicht weniger als eine kleine Revolution wolle man starten, den liebsten Sport der magischen Welt auf ein ganz neues Niveau heben. 

Was blieb, waren scheinbar halbgare Pläne, ein stark verzögerter Saisonbeginn und verärgerte Clubs. 

Von dem erhofften Fanzuwachs sei bislang nicht viel zu spüren, beklagen die Teams der Brooms’n’Joy League. Dabei hatte es der Verband vor allem auf die wachsende Gruppe der Exceptioner abgesehen, die nach ihrem Integration in die Second World bislang trotzdem oft noch den Sportarten aus der First World folgen wie Fußball oder Cricket. Dem wollte man durch gezielte Medienpräsenz der Nachwuchsspieler*innen aus dem Draft – viele mit Exceptioner-Hintergrund – etwas entgegensetzen und so das Interesse an der Brooms’n’Joy League wecken.

“Wir denken langfristig. Niemand hat damit gerechnet, dass die Zuschauerzahlen sofort in die Höhe schießen. Was sich allerdings schon bemerkbar macht, ist ein Anstieg der Interessent*innen an den Rugbyprogrammen in den Schulen. Vor allem aus Exceptionerkreisen”, erklärte Tiffany Jones, Sprecherin des Verbands. “Gerade das renommierte Programm der Pontefract Academy, das auch Stipendien vergibt, wurde in diesem Sommer geradezu geflutet von Anfragen.

Eine weitere Maßnahme des Pakets soll nun an die Wurzeln des Sports erinnern. Die liegen bekanntermaßen in dem Örtchen Harrington in Lancashire, wo sich an der dortigen Schule in Harrington Hall das erste Team des Harrington Rugby gründete. “Zunächst haben nur Schulteams gegeneinander gespielt – ‘um die Ehre’, weshalb die Liga dann auch schnell den Namen Honour League bekam”, gibt Verbandspräsident Cormac Ó Cinnéide eine Geschichtsstunde. “In der Honour League ging es halbprofessionell zu, die teilnehmenden Vereine kamen und gingen. Aber es gab auch glanzvolle Spiele, vor allem im großen Stadion in Harrington!”

Jenes Stadion liegt heute unter Moos und Blättern vergraben in einem Wald auf dem Grundtsück von Harrington Hall. “Um die Bedeutung des Ortes für die Sportart herauszustellen, haben wir zusammen mit dem Board of Broughtons beschlossen, dass wir ein neues Stadion in Harrington Hall errichten wollen, ganz in der Nähe des Ursprungs sozusagen. Und natürlich brauchen wir dafür auch ein schlagkräftiges Team, das – ganz der Tradition verhaftet – demnächst in der Honour League wieder auf Balljagd geht.”

Oswald Nigellus, Schatzmeister des Boards, ist für die Auswahl der Anwärter*innen an der Broughton Academy zuständig – und will nur die besten Spieler*innen. “Wir haben einige sehr vielversprechende Kandidat*innen im Blick. Das wird großartig und zieht sicherlich auch viele neue Fans an. Mit so einem Traditionsteam können sich ja viele Menschen identifizieren”, so Nigellus. 

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