He Does The Talk! – After Months of Silence Robert Balfour Comes Out With Strong Accusations

Mehr als ein Jahr dauerte sein Schweigen. Ein Jahr, das Robert Balfour zum Großteil auf Clearance Manor, dem Landsitz seiner Familie, zugebracht hat – während die Mitglieder seiner Wächter*innen-Einheit Broughton Group in Bridgewater Prison einsaßen.

Nachdem die letzten Mitglieder der Broughton Group nun aus dem Gefängnis entlassen wurden, bricht er endlich sein Schweigen, um die Geschehnisse, die schon vor dem Massaker von Harrington Hall im Jahr 1980 begannen, zu schildern.

Broughton Daily: Wie geht es Ihnen?

Robert Balfour: Mir geht es ganz gut. Ich bin sehr erleichtert, dass nun alles ein Ende hat.

Damit meinen Sie die Freilassung der letzten Mitglieder Ihrer Wächter*innen-Einheit, der Broughton Group?

Ja, ganz genau. Jetzt, wo alle frei sind, kann ich endlich mein Schweigen brechen. Ihre Freilassung ist der Beweis dafür, dass ich niemanden verraten habe! Es ist an der Zeit, endlich die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Der Ursprung dieser Geschichte liegt mittlerweile ein paar Jahre zurück. Wie hat alles begonnen?

Ich habe mit meiner Wächter*innen-Einheit, der Broughton Group, Ende der 1970er Jahre im Umfeld von verschiedenen Magic Clubs ermittelt. Dabei ging es um die zunehmende Radikalisierung innerhalb der Clubs sowie dem Zulauf zur Awakening-Bewegung. Dabei sind wir letztlich einer Verschwörung auf die Schliche gekommen, die alle Dimensionen gesprengt hat!

Eine Verschwörung? Wer war daran beteiligt?

Es ging weit über die Magic Clubs hinaus. Wir hatten zunächst vor allem den English Rose Circle im Visier. Aber schnell hat sich das ausgeweitet auf das Nightingale Institute of Neuromagical Treatment, das Ministerium selbst – bis ganz nach oben in die politischen Ämter des Landes. Dabei ist immer wieder der Begriff „Tafelrunde“ gefallen. Wir gehen daher davon aus, dass dies der Name ist, den sich die Verschwörer selbst gegeben haben.

Worum ging es dabei genau?

Vermutlich hatten Awakening-Anhänger*innen ihre Finger mit im Spiel, das ist noch immer unklar. Zumindest ging es aber um unkonventionelle Magie. Dabei möchte ich betonen, dass die Premierministerin Imogen Bail zu jedem Zeitpunkt über unsere Ermittlungsschritte vollumfänglich eingeweiht war. Wir haben immer eng mit ihr kooperiert und uns grünes Licht für unser Vorgehen geholt.

1980 kamen die Ermittlungen schließlich zu ihrem traurigen Höhepunkt…

Ja, die Situation ist eskaliert. Der eigentliche Plan meiner Einheit war, dass wir am 3. September 1980 den großen Zugriff machen. Wir haben von einem großen Treffen mit den Hintermännern der Verschwörung erfahren und hatten auch bereits die Freigabe für den Zugriff an diesem Tag. Die Zaubereiministerin und Person George Brown, der damals Richter war, hatten uns grünes Licht gegeben. Jener George Brown ist übrigens unter bis heute ungeklärten Umständen am 4. September des Jahres ums Leben gekommen.

Dann kam es zur Planänderung?

Nein, das ist nicht richtig. Einige Tage vorher gab es plötzlich Unruhe. Es wurde urplötzlich vonseiten des Nightingales ein großes Experiment am 1. September in Harrington angesetzt, also zwei Tage vor dem eigentlichen Zugriffstermin. Wir haben innerhalb der Gruppe diskutiert, wie man das einschätzen muss und ob wir unseren Plan ändern sollten. Aber selbst unsere Undercover-Wächter*innen konnten die Bedeutung des Experiments nicht abschätzen. Es sollte um unkonventionelle Magie gehen, so viel wussten wir. Aber um was genau es ging, war unklar.

Eine Falle?

Ja, das war im Bereich des Möglichen. Letztlich sind wir dann auch genau aus diesen Sicherheitsbedenken davon abgerückt, bereits am 1. September den Zugriff zu vollziehen. Wir blieben bei unserem eigentlichen Plan, am 3. September zuzuschlagen. 

Das Experiment wurde daher nur von unseren zwei Undercover-Agenten begleitet: Sinead O’Sullivan und Benedict Devereaux-Montmorency, die auch bei der Ausführung dabei waren. Aber beide haben die Folgen dieses Experiments überhaupt nicht abschätzen können. So richtig konnte das wohl niemand, nicht mal das Nightingale selbst…

So kam es letztlich zum sogenannten „Massaker von Harrington Hall“?

Ja. Bei dem Experiment sind tragischer Weise alle Proband*innen ums Leben gekommen. Später wurde dann der Name „Massaker von Harrington Hall“ etabliert, ein schrecklicher Begriff.

Was ist im Anschluss an das Massaker passiert?

Wir waren natürlich alle total schockiert, aber auch genau deshalb haben wir an unserem ursprünglichen Plan festgehalten. Den Verschwörer*innen musste unbedingt das Handwerk gelegt werden. Allerdings hat dann die eigentliche Falle zugeschnappt. Wir sind kurz vor Beginn der Aktion am 3. September plötzlich von einer maskierten Truppe überfallen und inhaftiert worden.

Wer ist das gewesen und was haben sie mit Ihnen gemacht?

Die Täter waren uns unbekannt. Wir wurden über Tage hinweg in Einzelhaft festgehalten und immer wieder verhört. Dabei wurden meine Leute und ich massiv eingeschüchtert und bedroht.

Was wurde Ihnen angedroht?

Darauf möchte ich in Anbetracht der Privatsphäre meiner Leute nicht näher eingehen. Aber, glauben Sie mir, die Bedrohungslage war so massiv, dass letztlich alle eingeknickt sind und Blanko-Geständnisse unterschrieben haben.

Sie auch?

Nein, ich nicht. Das war aber gerade das Perfide daran und es hat mich fertig gemacht. Mir war die Außenwirkung sofort bewusst… Außerdem war an die Einschüchterung eine massive Drohung gekoppelt: Unsere Aufgabe war im Anschluss, die Sache zu vertuschen, daher wurde die Geschichte mit dem Awakening-Angriff als Ursache für das Massaker in die Welt gesetzt. Nur so konnten wir verhindern, was uns dann im letzten Jahr aber doch eingeholt hat.

Sie meinen die Festnahmen der Broughton-Group-Mitglieder?

Ja, genau. Es wurde damit gedroht, dass alle ins Bridgewater Prison müssen bzw. selbst die Todesstrafe stand im Raum.

Haben Sie denn eine Erklärung, wieso es 1985, also fünf Jahre später, doch noch zu dieser Situation gekommen ist? Sind Sie verraten worden?

Ja!

Von wem?

Diese Schlüsse müssen Sie schon selbst ziehen!

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