A Match for the Record Books

SK Komet Krefeld 340 : 210 SC Biel Beelzebubs

(Schnatzfang für: SK Komet Krefeld)

Selbst der sonst so wortkarge Hüter von Komet Krefeld, Rudolf Maria Huber, schrie nach dem Abpfiff seine Freude hinaus. Was war passiert? Nach einem nervenaufreibenden Match, das insgesamt knapp 19 Stunden dauerte, konnten sich die Westdeutschen gegen ihre Schweizer Herausforderer des SC Biel Beelzebubs durchsetzen. Das Match wird in die Geschichte als das achtlängste Spiel im Quidditch-Europapokal eingehen.

Die Partie versprach von Anfang an spannend zu werden, denn der westdeutsche Familienclub traf dabei auf den Emporkömmling der letzten Jahre, der über jede Menge Galleonen, aber keine große Tradition verfügt. Aber wie es immer so ist, wo Erfolg ist, lassen auch die Anhänger nicht lange auf sich warten und so war das Halbfinalspiel trotzdem sofort ausverkauft. Auch auf den Rängen lieferten sich die Zuschauer lautstarke und bunte Duelle, bei denen zwischendurch auch mal die Funken flogen.

Auf dem Spielfeld wurde von Beginn an hart um jeden einzelnen Punkt gekämpft. Vor allem die beiden Hüter Rudolf Maria Huber und Tammo Wyss hielten die Partie lange offen, weil sie kaum einen Quaffel durchließen. Beide Jägerteams versuchten alles: von spektakulären Sturzflügen bis hin zu raffinierten taktischen Formationen – allein der Erfolg ließ lange auf sich warten. Und konnte ein Team doch mal punkten, zog das andere sofort nach.

Erst nach knapp 15 Stunden konnten sich die Schweizer mit 20 Punkten „absetzen“, diesen kleinen Vorsprung allerdings nicht ausbauen. Schon zu diesem Zeitpunkt waren sich die Experten auf der Tribüne einig, dass der Schnatzfang diese Partie entscheiden würde. Nach 17 Stunden ordnete der Schiedsrichter schließlich eine einstündige Unterbrechung an, da er die Gefahr sah, dass die Spieler ansonsten vor Erschöpfung von den Besen kippen könnten.

Kurz nach der Pause nahte die Stunde von Krefelds Sucherin Ulrike Schmidt. Mit einer sehenswerten Rückwärtsrolle gelang es ihr, den Schnatz zu fangen, der knapp unter ihr plötzlich auf dem Spielfeld auftauchte, sodass ihr Gegenüber Sian Griffith einen Bruchteil zu spät kam.

Den Beelzebubs bleibt jetzt nur das Spiel um Platz 3, das am kommenden Sonntag ausgetragen wird. Bis dahin heißt es wohl erst einmal Schlaf nachholen und die Batterien wieder auftanken. Die Kometen haben nun Pause bis zum 2. August, wenn das Finale stattfindet.

„Wahnsinn, dass ich so etwas einmal erleben darf! Und dann noch mit dem besseren Ende für uns! Ich bin so glücklich und so erschöpft, mir fehlen die Worte. Jetzt erst mal ein bisschen schlafen und dann freuen wir uns noch mal richtig, dass wir im Finale stehen.“

Joost van Dijk, Trainer SK Komet Krefeld

„Nach so einer intensiven Partie fällt es natürlich schwer, die richtigen Worte zu finden, wenn man verloren hat. Wir haben alles gegeben, aber der Gegner hatte letztlich das Quäntchen Glück, das man auch braucht, um so eine Partie für sich zu entscheiden. Ich fühle mich leer. Ich muss meine Motivation erst einmal wiederfinden, bevor ich mich mit dem Spiel um Platz 3 beschäftigen kann. Das ist noch ganz weit weg.“

Guus Smit, Trainer SC Biel Beelzebubs

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