360 : 260

Traitor Sorokin Insults All Brits.

 

Nun ist es passiert – unsere britischen Herzen bluten, denn Titelverteidiger Schottland ist aus dem Turnier ausgeschieden – hinterrücks erdolcht von einem Verräter am britischen Quidditch! Damit folgen die Schotten den Engländern und Iren, die bereits in der Vorrunde die Segel streichen mussten. All unsere Hoffnungen ruhen nun also auf dem walisischen Drachen, der morgen dem deutschen Adler die Stirn bieten wird.

Wie konnte es zu dieser Niederlage kommen? Natürlich nicht mit rechten Dingen! Zunächst überraschten die Sowjets heute viele der Zuschauer, die das Team vor allem auf die als Moskau Inkasso bekannten Treiber reduzieren. Diese präsentierten sich nämlich geradezu zahnlos, was die Schotten sichtlich verwirrte. Der schottische Trainer Wilbur Kilgrave hatte sich im Vorfeld allerdings offenbar die Taktik der Neuseeländer abgeschaut und hielt seine Mannschaft permanent in Bewegung, um den sowjetischen Treibern keine Angriffsfläche zu bieten. Dies wiederum ließ deren Jägern auch mehr Raum als üblich, da auch die schottischen Treiber kaum an die Klatscher kamen – und damit begann das abgekartete Spiel!

Nun setzte das Moskauer Politsystem nämlich auf seine neueste „Errungenschaft“, Artjom Sorokin. Ja, genau, DER Sorokin, der bis vor Kurzem noch als die ganz große Jäger-Hoffnung im englischen Quidditch galt. Seine Nominierung für die englische Nationalmannschaft war eigentlich nur noch eine Formalität, als er plötzlich aus heiterem Himmel dem Verband mitteilte, dass er doch lieber für die Sowjets spielen möchte. Das muss man sich mal vorstellen: Seine Eltern kamen als Flüchtlinge vor Jahrzehnten aus Russland nach England. Sorokin ist hier geboren, aufgewachsen und hat alle Vorzüge der englischen Ausbildung genossen, bis hin zu seiner Förderung im Quidditch. Und ganz plötzlich entscheidet er sich für die Sowjetunion! Nur um dann fast im Alleingang (von den 210 Punkten, die die Sowjets heute vor ihrem Schnatzfang erzielten, gingen alleine 150 auf sein Konto) die Schotten aus dem Turnier zu werfen?!

Der Quidditch-Weltverband sollte eine intensive Untersuchung dieser Vorgänge einleiten und ihre Rechtmäßigkeit hinterfragen! Da wurde das englische Fördersystem eiskalt von einer anderen Nation ausgenutzt, zumal die ganze Familie von den Vorzügen profitiert. Seine Mutter ist als Managerin für die Appleby Arrows tätig, auch der Vater spielte einst Quidditch. Ist unsere Sportförderung von Systemgegnern unterwandert? Was passiert noch hinter den Kulissen? Man hört schließlich immer wieder von sogenannten Schläfern, die oft jahrzehntelang unerkannt unter uns leben und nur auf ihre Aktivierung warten. Oder geht es um direkte Spionage? Als bekannter Sportler genießt man schließlich auch bei internationalen Reisen gewisse Freiheiten…

 

„Wer uns nur auf Moskau Inkasso reduziert, hat keine Ahnung, unser Weg ist erst zu Ende, wenn wir den WM-Pokal in den Händen halten. Was im Ausland über uns gesagt wird, interessiert mich nicht!“ Irina Stolichnaya, Trainerin UdSSR

„Dass ausgerechnet dieses Früchtchen für unsere Niederlage sorgt, ärgert mich am meisten. Ich hoffe, der Weltverband wird dort sofort tätig! Es wäre ja auch nicht das erste Mal, dass im Osten mit unlauteren Mitteln gearbeitet wird.“ Wilbur Kilgrave, Trainer Schottland

 

Die UdSSR trifft nun im Halbfinale auf den Sieger aus der Partie Deutschland vs. Wales, der im letzten Viertelfinale morgen ermittelt wird. Das Halbfinale findet am kommenden Dienstag statt.

Alle Informationen rund um den Quidditch World Cup finden Sie in unserem Sportteil.

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