How One Coach Lost His Speech

Am 13., und damit letzten Spieltag vor der Sommerpause gelang David im Kampf gegen Goliath fast die Sensation, aber am Ende stand sein Trainer punkt- und wortlos da. Und auch beim Tabellenletzten fehlen einem die Worte…

Appleby Arrows 160 : 80 Wigtown Wanderers

Eine einzige Unachtsamkeit seitens ihres Suchers Florian Richter kostete die Wigtown Wanderers gestern drei Punkte. Appleby war schlecht in die Partie gestartet, während die Wanderers fleißig Punkte sammelten. Allerdings war Richter im entscheidenden Moment abgelenkt und startete zu spät in Richtung Schnatz, als sich dieser auf dem Spielfeld blicken ließ.

„Manchmal entscheiden eben winzige Sekundenbruchteile über Sieg oder Niederlage“, so ein enttäuschter Wigtown-Trainer Donall MacHughie nach dem Spiel.

 

Ballycastle Bats 10 : 390 Tutshill Tornados

Ballycastles Trainer Adam Applerose ging nach der hohen Niederlage hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: „Ich bin wirklich froh, dass nun Sommerpause ist! Wir werden uns an den Wochenenden natürlich treffen, um die Spiele im Europapokal gemeinsam anzuschauen. Da werden die Spieler*innen dann mal sehen, wie man diese Sportart wirklich spielt!“ Auch während der Pressekonferenz ließ er kein gutes Haar an seinem Team, das einmal mehr desolat aufgetreten war.

Tutshill-Trainer Lotti McDottie konnte sich währenddessen ein Grinsen nicht verkneifen. „Ich verstehe Adams Frust. Seine Mannschaft war wirklich nicht gut. Aber dafür haben wir heute sehr ordentlich gespielt. Ich möchte vor allem Hüterin Sandra Hill herausheben. Sie kommt oftmals zu kurz, wenn es um die Spielanalyse geht, aber sie leistet einfach konstante Leistungen und gibt immer alles für das Team. Weltklasse!“

 

Caerphilly Catapults 430 : 310 Puddlemere United

Caerphilly-Sucher Ioan Baines herzte nach dem Spiel seine Hüterin Maisie Mahone. „Sie war heute wirklich sehr gut und hat uns immer wieder im Spiel gehalten. Puddlemere war ein schwieriger Gegner, der unangenehme Würfe drauf hat. Sie hat das super gelöst!“ Mahone gab das Lob postwendend an den Teamkollegen zurück: „Ioan hat den Schnatz in einer entscheidenden Phase des Spiel gefangen und uns dadurch den Sieg gesichert. Es war gute Teamarbeit!“

Bei Puddlemere gingen nach Spielende die Köpfe dagegen nach unten. „Ich bin sehr enttäuscht. Das Spiel war eigentlich ganz okay, aber ich war einen Tick zu langsam am Schnatz. Das hat uns die drei Punkte gekostet“, so Sucherin Laryn Hale Pickering.

 

Chudley Cannons 160 : 170 Pride of Portree

Das Spiel war gerade einmal 20 Minuten alt – da war es auch schon wieder vorbei. „Ich hab den Schnatz gesehen – und zugegriffen. Ohne nachzudenken. Ohne zu rechnen. Das war so unglaublich dumm. Ich… bin sprachlos“, erklärte der fassungslose Cannons-Sucher Benjamin Patel, nachdem er wohl aus Reflex den Schnatz gegriffen und damit die Niederlage seines Teams besiegelt hatte.

„Ich will zu der Szene gar nichts sagen, der Junge tut mir sehr leid. Vor allem in Anbetracht der Tabellensituation“, erklärte Cory Ledford, Co-Trainer bei den Prides. „Wir hatten eine gute Taktik ausgearbeitet, die voll aufgegangen ist. Aber natürlich freue ich mich so oder so über den Sieg, keine Frage!“

„Ich weiß nicht, was ihn da geritten hat. Damit hat er einen großen Bock geschossen, aber Draufhauen bringt jetzt auch nichts. Schade auch für die Fans, die die Anreise auf sich genommen haben“, erklärte Cannons-Trainer Athelwulf Nithercott. Durch die Niederlage hatte sein Team keine Chance, Punkte gegen den Abstieg zu sammeln und bleibt Tabellenletzter.

 

Falmouth Falcons 220 : 100 Montrose Magpies

„Das war ein sehr wichtiger Sieg heute, gerade im Hinblick auf die Tabelle. Außerdem ist es gut, mit einem Sieg in die Sommerpause zu gehen“, erklärte Falcons-Jäger Miroslav Kaminski im Anschluss an den Sieg. Zuvor ließ sein Team sich auch durch den Rückstand gegen Montrose nicht aus der Ruhe bringen, sondern wartete geduldig auf das Auftauchen des Schnatzes. Als der kam, griff Sucher Douglas St. John beherzt zu.

Sein Gegenüber Michael Macdonald sah bei der Aktion gar nicht gut aus. „Jetzt muss ich wieder diese Diskussion um mein Alter führen. Gewinnen wir, ist alles gut, aber bei jeder Niederlage wird das wieder ausgepackt. Ich kann es nicht mehr hören!“, wütete der Sucher angefressen.

 

Holyhead Harpies 320 : 310 Kenmare Kestrels

„Das.War.Knapp!“, jubelte Harpies-Präsident Lislebone Long auf der Tribüne, als Sucherin Hailey Parker-Hall auf dem Feld nach dem Schnatz griff und so den Sieg sicherte. In der Tat hatten die Kenmare Kestrels gegen den haushohen Favoriten lange Zeit die Nase vorn. Die Harpies taten sich im letzten Spiel vor ihrem Auftritt im Europapokal sehr schwer gegen den Underdog, der um den Klassenerhalt kämpft.

Fynn Little, Sucher der Kestrels, war enttäuscht: „Hätte man mir vor der Partie von diesem Ausgang erzählt, hätte ich gelacht. Aber nun hatten wir die Harpies am Rand einer Niederlage. Da tut sowas doppelt weh! Die Mannschaft hat alles dafür getan, hier die drei Punkte zu holen – und wieder stehen wir am Ende mit leeren Händen da.“ Seinem Trainer Seamus McKenna fehlten gar die Worte: „Ich bin nicht oft sprachlos, aber heute ist so ein Tag. Da ist einfach nur Leere, das muss ich erst mal verarbeiten!“

Die Wimbourne Wasps hatten an diesem Wochenende spielfrei.

In den kommenden Wochen berichten wir an dieser Stelle exklusiv vom Europapokal, in dem die Holyhead Harpies die britischen Inseln vertreten.

Morgana Morgenthau, Sportredaktion

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