Top Talent Changing Teams?

Frei nach dem Motto „Wie du mir, so ich dir“, mussten die Falmouth Falcons in dieser Woche einstecken. Aber ist es wirklich nur ein Imageproblem? Unterdessen machen erste Wechselgerüchte die Runde.

Wimbourne Wasps 240 : 350 Tutshill Tornados

Wimbourne, das von Expert*innen vor der Saison von vielen als ein Meisterschaftskandidat gehandelt wurde, hat es erneut verpasst, sich durch einen Sieg gegen Tutshill von den Abstiegsrängen zu distanzieren. „Wenigstens dürften unsere Kritiker jetzt endlich mal verstummen, die immer behaupten, wir haben so gute Beziehungen ins Sportministerium!“, brummelte Vereinspräsident Edmund Little-Wittenham nach dem Spiel. In der Tat war davon wenig zu sehen. Die komplette Mannschaft ist schon seit Wochen völlig außer Form, einzig Hüterin Miriel Redstone verhinderte an diesem Sonntag eine noch höhere Niederlage.

Bei Tutshill freute man sich dagegen über die drei Punkte. „Es war ordentlich, es war solide heute“, so Trainerin Lotti McDottie. Einmal mehr sorgte die junge Sucherin Ingrid Bengtsson für erleichterten Jubel auf der Tribüne. Sie gilt schon jetzt als eine der Entdeckungen der Saison – „allerdings denke ich nicht, dass wir sie halten können. Dazu fehlen uns leider die finanziellen Mittel“, so McDottie. Wie man hört, haben die Montrose Magpies bereits ihre Fühler Richtung Bengtsson ausgestreckt und auch Puddlemere United soll Interesse an einer Verpflichtung der jungen Schwedin haben.

 

Appleby Arrows 380 : 10 Puddlemere United

Arrows-Präsident Leopold of Rochester war zufrieden: „Wir haben heute etwas für unsere Tordifferenz tun können. Auch darauf kann es am Ende ankommen, wenn es eng wird“, so der ehemalige Spieler, der auch für die englische Nationalmannschaft auf Torejagd ging.

Schon früh in der Partie wurde deutlich, dass Puddlemere den konzentrierten Angriffsformationen der drei Arrows-Jäger*innen Shonda DuVernay, Aria Pivendale und William Doncaster nichts entgegen zu setzen hatte, trotzdem zogen diese konsequent ihre eingeschlagene Taktik durch, bis es ihrem Sucher Maximus Brankovitch III. gelang, den Schnatz zu fangen und die Partie zu beenden.

Dem angesäuerten United-Manager Ulrich Mateschitz platzte daraufhin in der Pressekonferenz der Kragen. Darauf angesprochen, ob der Stuhl von Trainer Magnus „The Gambler“ Thompson angesichts der schlechten Leistungen der letzten Wochen wackelt, brach es aus ihm heraus: „Nicht nur sein Stuhl wackelt. Hier fliegen bald eine Menge Dinge, wenn das so weiter läuft! Wir lassen nicht einen Stein auf dem anderen!“ In Puddlemere dürfte es also eine spannende Sommerpause geben.

 

Ballycastle Bats 310 : 250 Pride of Portree

„Seit unserer spielfreien Woche ist bei uns der Wurm drin! Wir bekommen nichts mehr auf die Reihe!“, schimpfte Treiberin Ebony Hernando von den Prides. Gegen die schwachen Bats setzte es die dritte Niederlage in Folge und so langsam können sich die Schotten von der Spitzengruppe verabschieden. Manager Burt Pepperwood und Präsidentin Xenophilia Montague auf der Tribüne sahen ebenfalls unglücklich aus, wollten sich aber nach dem Spiel nicht öffentlich äußern.

„Geil, einfach nur geil! Wer hätte gedacht, dass wir gegen die Prides gewinnen?! Ich widme mein letztes Tor meiner Mutter, sie hat immer an mich geglaubt. Danke, Mami!“ so dagegen ein überschwänglicher Bats-Jäger Brian Ballymoney mit einem Augenzwinkern. Sein Trainer Trainer Adam Applerose gab sich dagegen zurückhaltender: „Das waren wichtige drei Punkte, darauf können wir aufbauen. Aber wir müssen diese Leistung auch mal konstant über zwei, drei Wochen durchziehen und ein paar Spiele hintereinander gewinnen, sonst hilft das nicht!“

 

Caerphilly Catapults 380 : 220 Montrose Magpies

„Wir haben heute eigentlich ganz gut gespielt, aber was soll ich sagen: Der Gegner war besser. Das muss man auch mal neidlos anerkennen“, so Magpies-Trainer Hamish Macdonald of Clanranald nach der Niederlage gegen Caerphilly. Sein Team dominierte vor allem den Beginn der Partie und sammelte Tor um Tor, während Caerphilly eine ganze Weile brauchte, bis es endlich ins Spiel fand.

„Wir haben den Beginn total verschlafen. Umso mehr freut es mich, dass es am Ende doch noch gereicht hat“, gab Catapults-Trainerin Winifred Catfish zu Protokoll. „Da können wir uns vor allem bei unseren beiden Treiber*innen Nikolaj Antonov und Iolyn Heseltine bedanken, die den Karren am Ende aus dem Dreck gezogen haben!“

 

Chudley Cannons 160 : 420 Kenmare Kestrels

Die Zuschauer bekamen kein schönes Spiel zu sehen, denn die beiden Teams stehen zu Recht ganz weit unten in der Tabelle. Aber unterhaltsam war es allemal – dafür sorgten nicht zuletzt die Fans von Kenmare, die mit ihren Harfen ein wahres Konzert auf den Rängen intonierten. „Ich bin immer wieder überrascht, was sich die Fans alles einfallen lassen. Das war ganz großes Kino heute“, war auch Kestrels-Jäger Bram Stoker nach dem Spiel angetan. „Wir haben sicher nicht für die Lehrbücher gespielt, aber die Mannschaft hat Geschlossenheit gezeigt. Das ist im Abstiegskampf wichtig“, so der Torjäger.

Beste Spielerin bei den Cannons war einmal mehr Treiberin Leonora „The Cat“ Livingstone. Auf einen möglichen Wechsel nach der Saison angesprochen, gibt sie sich noch verschlossen: „Das ist jetzt nicht der richtige Moment, um über so etwas zu sprechen. Aber natürlich muss man seine Optionen im Blick haben. Und es gibt durchaus noch spannende Mannschaften in der Liga.“ Einen Abgang ihres Toptalents in der Sommerpause schließt Cannons-Manager Sanjay Kumar dagegen kategorisch aus: „Sie hat noch einen Vertrag bis Saisonende und den wird sie erfüllen.“

 

Falmouth Falcons 200 : 260 Holyhead Harpies

„Ich hab hinten keine Augen im Kopf, hab ihn daher auch nicht gesehen. Das tut mir jetzt aber furchtbar leid“, so Harpies-Treiberin Gwyneth Lloyd nach dem Spiel. Ihrem Tonfall nach war dieser Satz allerdings mit einer gehörigen Portion Ironie getränkt. Ihr „Opfer“: Terry „Trigger“ Shaw, der normalerweise nach solchen Fouls selbst das Unschuldslamm gibt, dieses Mal allerdings mit einer blutenden Nase ausgewechselt werden, nachdem ihm Lloyd beim Ausholen mit einem Klatscher im Gesicht erwischt hatte. „Die Falken sind nun wahrlich keine Kinder von Traurigkeit und der Junge sah aus, als wenn er es überleben wird“, kommentierte Harpies-Trainerin Gaby Gerrard die Szene.

Falcons-Trainer John Littleborough hatte seine eigene Meinung dazu: „Es heißt immer, wir seien so brutal. Heute konnte man sehen, dass unsere Gegner auch nicht anders spielen. Aber wir haben halt dieses Image, sind immer die Bösen. Das sollte man mal hinterfragen.“

Die Wigtown Wanderers hatten an diesem Wochenende spielfrei.

Maxwell Jones, Sportredaktion

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