Sporty Headlines? Not So Much

Der 11. Spieltag der Brooms’n’Joy-League sorgte für einige Schlagzeilen. Sportliche waren darunter allerdings kaum vertreten, obwohl die Holyhead Harpies an der Tabellenspitze erneut zeigten, dass sie in einer bärenstarken Form sind.

Wigtown Wanderers 240 : 20 Puddlemere United

In der Vorwoche verloren die Wigtown Wanderers ihre Tabellenführung an die Holyhead Harpies, allerdings ließ sich die Mannschaft von Präsidentin Teresa MacHughie-Parkin davon nicht beirren. „Das ist ein temporärer Rückschlag, aber diese Dinge passieren. Die Saison ist noch lang und unsere direkten Konkurrentinnen von den Harpies haben in der Sommerpause keine Zeit sich zu erholen. Das ist ein Vorteil für uns, gerade im Schlussspurt“, erklärte sie vor der Presse.

Gegner Puddlemere hatte in der Vorwoche noch spielfrei, sorgte stattdessen aber abseits des Platzes für Schlagzeilen. „Ja, wir sind ein Paar“, erklärten die beiden Treiber Loki „The Hammer“ Olsson und Roberto Gómez gegenüber dem Klatschportal „WizardEntertainment“. Beide waren vor der Saison neu zu Puddlemere gewechselt und hatten sich auf Anhieb gut verstanden. „Jetzt ist etwas mehr draus geworden“, fügte Gómez hinzu. „Aber es ist sehr schade, dass wir heute nicht für sportlichen Schlagzeilen sorgen konnten“, sagte Olsson nach der Partie, in der er sich einige Fehlwürfe leistete.

 

Wimbourne Wasps 190 : 160 Pride of Portree

„Es war ein Reflex! Ich hab plötzlich etwas Goldenes neben meinem Kopf gesehen und einfach zugepackt“, so ein am Boden zerstörter Colin Morrow nach dem Spiel. Der Sucher von Pride of Portree erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst, denn die Prides lagen nach Punkten hinten, als er sich diesen Fehlgriff leistete.

Und so freuten sich die Wespen über unerwartete drei Punkte im Abstiegskampf. Trainer Gordon of Roxburghe: „Unsere Taktik ging hervorragend auf. Vor allem unsere Treiber Cilian Craig und Evanna Sutherland haben den Gegner von Anfang an unter Druck gesetzt. Und so geschehen Fehler. Wir freuen uns über die Punkte, aber nächste Woche geht es weiter. Wir brauchen jeden einzelnen Punkt.“

 

Appleby Arrows 110 : 260 Montrose Magpies

„Nicht schön, aber erfolgreich“, fasste Magpies-Treiber Ngunoue Maharero das Spiel zusammen. In der Tat haben die Elstern schon schönere Spiele aufs Feld gebracht, aber am Ende zählen einzig die Punkte. „Wir wollen den Titel, aber vor allem das Unentschieden gegen Puddlemere mit nur einem Punkt ist noch immer in unseren Köpfen“, so Maharero. „Umso mehr freuen wir uns über den Sieg heute.“

Appleby-Managerin Anna Sorokin war dagegen sauer: „Wir haben gleich den Beginn der Partie verschlafen und sind zu spät aufgewacht. Als wir dann endlich dran waren, hat Montrose den Schnatz gefangen. Ärgerlich!“

Auf den abrupten Wechsels ihres Sohnes Artjom angesprochen, der bekanntlich letztes Jahr zur WM völlig überraschend für die UdSSR statt England auflief und in Folge dessen von den Arrows zu Lokomotive Leningrad wechselte, gab sie sich schmallippig: „Dass Artjoms Wechsel in unserem Team eine Lücke hinterlassen hat, ist klar. Er ist ein guter Jäger. Aber alles Weitere fragen Sie ihn selbst! Bald ist ja Europapokal, vielleicht redet er ja mit Ihnen!“

 

Ballycastle Bats 250 : 50 Kenmare Kestrels

“Ich fasse es nicht, es sind immer die wichtigen Spiele, die wir verlieren!“, tobte Kestrels-Manager Jaques Valbert schon während des Matches auf der Tribüne. Der Franzose schickte noch einige Flüche in seiner Muttersprache hinterher, woraufhin er eine Verwarnung des Verbandes erhielt. Vor allem die beiden Treiber Bronwen Salmar und Niamh Finnegan erwischten keinen guten Tag. Salmar traf bei einem Wurf aus Versehen den eigenen Jäger Liam Barrex an der Stirn, der daraufhin zu Boden ging und das Spielfeld verlassen musste.

Bats-Jäger Frederic Mac Roth konnte sich ein wenig Schadenfreude nicht verkneifen: „Normalerweise passiert so etwas nur uns. Gut zu sehen, dass es auch mal andere erwischt.“ Kollege Brian Ballymoney distanzierte sich im Anschluss von dieser Aussage: „Ich weiß nicht, was ihn da geritten hat, aber so etwas gehört sich nicht. Ich entschuldige mich im Namen des gesamten Teams für diese Aussage. Das ist gegen das Fairplay!“ Klingt danach, als hängt bei den Bats trotz des Sieges der Haussegen schief.

 

Caerphilly Catapults 180 : 440 Holyhead Harpies

Auch Caerphilly konnte den Holyhead Harpies an diesem Wochenende nichts entgegensetzen und musste eine empfindliche Niederlage einstecken. Harpies-Jägerin Glesni Galeforth machte nach dem Sieg die Einheizerin und animierte die Fans zu lauten Jubelchören und bunten Raketen. „Ich möchte mich heute ganz herzlich bei den Fans bedanken! Sie sind immer dabei und unterstützen uns lautstark. Und es ist immens wichtig, wenn man den Jubel von den Rängen hört. Das beflügelt noch mehr! Ich freue mich schon auf den Europapokal, wenn wir auf die besten Mannschaften des Kontinents treffen. Eines steht jetzt schon fest: Die besten Fans haben wir!“, so die Jägerin.

Die Catapults dienten in diesem Szanerio allenfalls als kleiner Sparringspartner. „Es ist schon unglaublich, was die Fans der Harpies hier heute geleistet haben. Man konnte die Energie förmlich mit den Händen greifen. Da hatten wir nichts gegen zu setzten“, lobte Trainer Ioan Baines den Gegner. „Ich wünsche den Harpies alles Gute in Europa!“

 

Chudley Cannons 160 : 430 Falmouth Falcons

Nelly Williams und Oliver Hall dürften dieses Spiel so schnell nicht vergessen. Die beiden Jäger der Cannons wurden von Terry „Trigger“ Shaw und Adam Finch, den Treibern der Falcons, regelrecht über das Spielfeld gejagt und stießen in der Folge mit ihren Besen zusammen. Zwar blieben beide unverletzt, agierten aber anschließend viel vorsichtiger. „Ich bin mit keiner Schuld bewusst. Das ist doch hier kein Hallenhalma!“, antwortete Shaw, als er auf die Szene angesprochen wurde. „Ich habe niemanden berührt und noch nicht mal den Klatscher geworfen in dem Moment!“

„Es passt leider absolut in das Bild, das man von diesem Team hat. Unfair und brutal, das sind die Falcons! Und das sage ich auch ganz offen! Diese Spieler gehören aus dem Verkehr gezogen! Eine Gefahr für Leib und Leben! Wer weiß, was alles hätte passieren können!“, echauffierte sich Chudleys Trainer Athelwulf Nithercott im Anschluss.

Das Sportliche rückte dabei etwas in den Hintergrund, obwohl durchaus auch die Jäger der Falcons – Manni „Panzer“ Schlegel, Miroslav Kaminski und Elizabeth Cynthia Pickering – eine Schlagzeile verdient hätten. Pure Überlegenheit in allen Belangen strahlten diese drei nämlich aus, aber das ging an diesem Tag leider unter.

Die Tutshill Tornados hatten an diesem Wochenende spielfrei

Maxwell Jones, Sportredaktion

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