Wanderers on the Losing End

Die Wanderers verlieren in der Partie gegen die Magpies nicht nur die Tabellenführung, sondern Trainer Donall MacHughie auch die Fassung. Dafür darf in Wales gefeiert werden.

Tutshill Tornados 350 : 200 Pride of Portree

Einen herben Rückschlag im Kampf um die Spitze musste das Team der Prides am Sonntag hinnehmen. Zunächst lieferten sich die beiden Jäger*innen-Trios die gesamte Partie über ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Punkte, allerdings konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen.

Für den Sieg sorgte letztlich Tornados-Sucherin Ingrid Bengtsson, die erneut ihr Ausnahmetalent zur Schau stellte und nach einem spektakulären Looping den Schnatz zu fassen bekam. Prides-Co-Trainer Cory Ledford, der unter der Woche bekannt gab, in dieser Saison definitiv nicht mehr auf dem Spielfeld zum Einsatz zu kommen, zeigte sich enttäuscht: „Eine knappe Kiste mit dem schlechteren Ende für uns. Glückwunsch an die Sucherin der Tornados, das war ganz großes Kino!“

 

Wigtown Wanderers 340 : 600 Montrose Magpies

Nur der Schnatzfang hätte den Wanderers in diesem Spiel noch helfen können, doch daraus wurde nichts: Magpies-Sucher Michael Macdonald beendete eine einseitige Partie nach drei Stunden.

Damit sind die Wanderers auch die Tabellenführung los. „Eine einzige Enttäuschung“, gab Trainer Donall MacHughie im Anschluss schmallippig zu Protokoll, bevor ihm dann doch noch der Kragen platzte: „So ein verfluchter Mist! Die Mannschaft war taktisch ganz anders eingestellt, aber heute hat niemand das getan, was er oder sie sollte! Da kann man auch ein paar Schüler*innen hinstellen, die liefern eine bessere Partie ab, als das, was wir alle heute ertragen mussten!“

Bei den Magpies war dagegen Feiern angesagt. Nach Abpfiff flogen die drei Jäger, Alvaro Babelli, Alison Hearthouse und Avery Samsonite noch einige Formationen über den Köpfen der begeisterten Fans, bevor Samsonite – Neffe des Vereinspräsidenten William Samsonite – im Anschluss Freibier für alle mitgereisten Anhänger spendierte.

 

Wimbourne Wasps 60 : 160 Kenmare Kestrels

„Das Niveau dieses Spiels musste man mit der Lupe suchen“, gab Kestrels-Hüter Barry Lodan nach dem Spiel zu. „Wenigstens ging es schnell!“ Recht hatte er, denn die Wasps brauchten nur zehn Minuten, um ihre 60 Punkte zu erzielen, bevor Kestrels-Jägerin Sadhbh Connell überhaupt erst die ersten zehn Punkte für ihr Team gelangen.

Dass die Iren dann doch noch jubeln durften, hatten sie Sucher Fynn Little zu verdanken, der in dem Moment, als der Schnatz auftauchte, genau auf der richtigen Seite des Spielfelds war. Der junge Spieler, der in seinem ersten Jahr im Erwachsenenbereich spielt, hatte in den letzten Wochen immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen, die ihn nur unregelmäßig am Training teilnehmen ließen. Entsprechend waren seine Leistungen auf dem Feld. Davon war an diesem Wochenende aber nichts mehr zu spüren. „Ich hoffe, dass ich jetzt gesund bleibe. Das ist das Wichtigste!“, erklärte Little.

 

Appleby Arrows 90 : 260 Holyhead Harpies

Bärenstark präsentierten sich die Harpies im Spiel gegen die Arrows. Je näher der Europapokal rückt, desto besser wird das Team von Trainerin Gaby Gerrard. „Es ziehen alle an einem Strang. Wir haben ein gemeinsames Ziel – und niemand wird uns aufhalten!“ richtete Garrard bereits erste Drohungen an die anderen europäischen Teams.

Darunter leiden mussten am Wochenende die Arrows, die sich ihrerseits in der Spitzengruppe festsetzen wollten. „Ein Schritt vor, zwei zurück. Ich hab mir den Tag heute anders vorgestellt!“, erklärte Arrows-Jägerin Shonda DuVernay, der nicht ein einziger Punkt gelang. „Ich muss wohl mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden sein.“

 

Ballycastle Bats 230 : 120 Falmouth Falcons

Den Anhängern der Falcons blieb das Lachen im Halse stecken, als Bats-Sucher Omagh O’Sullivan nach zwei Stunden Spielzeit den Schnatz fing. Zuvor musste er sich immer wieder Schmähgesänge aus dem Fanblock von Falmouth anhören, in denen ihm die Blindheit einer Fledermaus attestiert wurde.

„Das berührt mich nicht, da stehe ich drüber. Ich bin es ja gewohnt, dass mich die gegnerischen Fans blöd anmachen. Das perlt an mir ab“, erklärte O’Sullivan cool nach dem Spiel.

Sein Teamkollege Brian Ballymoney wollte es allerdings nicht auf sich beruhen lassen und zeigte den sogenannten Fans der Falken mit einer unschönen Geste, was er von ihnen hielt. „Das kann er natürlich auch nicht machen, da muss er sich besser im Griff haben“, kritisierte ihn sein Trainer Adam Applerose hinterher. Der Verband hat bereits Ermittlungen aufgenommen, es droht eine Geldstrafe.

 

Caerphilly Catapults 350 : 210 Chudley Cannons

Kaum waren die Spieler*innen von den Besen abgestiegen, sprintete Catapults-Jäger LeVar Davies zu seinem Sucher Ioan Baines und herzte ihn. „Das war ein sehr wichtiger Sieg heute. Da kann man schon mal emotionaler werden!“, erklärte Davies im Anschluss. In der Tat hielt der Sieg der Catapults die Cannons auf Abstand im Tabellenkeller. „Klar können wir nicht Meister werden, aber wir wollen eben auch nicht ganz hinten landen! Dieser Kampf ist immens wichtig für uns“, so Caerphillys Trainerin Winifred Catfish nach dem Spiel.

„Das war einfach sehr schlecht heute, vor allem, da Ballycastle gewonnen hat und uns nun auf die Pelle rückt! Wenn wir schon nicht in diesen Kellerduellen punkten, wann dann?“, schüttelte Cannons-Trainer Athelwulf Nithercott nur verärgert mit dem Kopf.

Puddlemere United hatte am Wochenende spielfrei.

Morgana Morgenthau, Sportredaktion

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