Kestrels Coach Disappointed: „We Don’t Have the Quality“

Das junge Team aus Kenmare muss einmal mehr Lehrgeld zahlen und kommt unter die Räder, während die Harpies auf Formsuche für Europa sind.

Pride of Portree 240 : 10 Kenmare Kestrels

„Uns ist die Pause offenbar nicht bekommen, obwohl wir eigentlich in den letzten Wochen sehr konzentriert gearbeitet haben. Aber – leider muss ich das so deutlich sagen: Wir haben einfach nicht die Qualität in der Mannschaft, um in dieser Liga etwas reißen zu können“, erklärte Kenmare-Trainer Seamus McKenna nach der desolaten Niederlage seiner Mannschaft. „Vielleicht schauen wir uns noch mal auf dem Transfermarkt um.“

Ganz anders läuft es momentan beim Gegner und dass obwohl vor der Saison nicht klar war, ob die Prides nach dem Ausfall ihres Superstars Cory Ledford würden bestehen können. Die Antwort: Sie können – und wie! Aktuell liegen die Prides punktgleich mit den Wigtown Wanderers auf dem zweiten Tabellenplatz. Sucher Colin Morrow kam vor der Saison neu dazu und fühlt sich nun pudelwohl mit seinem Team: „Wir haben einen großen Zusammenhalt untereinander! Da kann man auch mal eine Niederlage gut wegstecken. Aber momentan haben wir einen Lauf!“, erklärte er nach seinem Schnatzfang.

 

Puddlemere United 280 : 300 Holyhead Harpies

Fast hätte es gleich die nächste Niederlage für die Harpies gegeben, aber ein später Schnatzfang durch Hailey Parker-Hall verhinderte Schlimmeres. Trainerin Gaby Gerrard war trotzdem nicht zufrieden und kritisierte das schwache Angriffsspiel ihrer Jägerinnen: „Glynis, Glesni und Gwendolyn sind momentan nicht selbstbewusst genug. Sie spielen alle in der walisischen Nationalmannschaft, aber momentan sieht es so aus, als wären sie bei einem Schulwettbewerb dabei. Wir müssen uns mehr Härte zulegen, sonst wird der Auftritt im Europapokal im Sommer eine Katastrophe!“

Bei Puddlemere ärgerte sich Sucherin Laryn Hale Pickering, dass ihr der Schnatz entgangen war: „Ich hätte den Sack zumachen können, aber er ist mir quasi aus der Hand entwischt. Ich bin sehr enttäuscht!“

 

Tutshill Tornados 310 : 350 Falmouth Falcons

„Ich habe schlecht gezählt. Ich bin davon ausgegangen, dass es punktetechnisch für uns reicht, wenn ich den Schnatz fange. Jetzt stehe ich natürlich blöd da. Sehr peinlich! So etwas darf einem Profi einfach nicht passieren“, lamentierte eine enttäuschte Ingrid Bengtsson auf Seiten der Tornados nach dem Spiel. So aber stand die Mannschaft von Trainerin Lotti McDottie am Ende mit leeren Händen da, obwohl sie den Schnatz gefangen hatte.

Ihr Gegenüber dagegen, Sucher Douglas St. John von den Falmouth Falcons, war dagegen nach der Partie zu Scherzen aufgelegt. „Die Tornados waren heute Rohrkrepierer! Wir haben verdient gewonnen – und dafür musste ich noch nicht mal den Schnatz fangen!“

 

Wigtown Wanderers 330 : 80 Chudley Cannons

Der Tabellenführer gab sich keine Blöße: Mit 330 : 80 gewannen die Wigtown Wanderers die Partie gegen chancenlose Chudley Cannons. „Das war ein eher ruhiger Arbeitstag“, ließ Wanderers-Sucher Archaius Urquhart das Spiel Revue passieren. „Ich hatte nicht so viel zu tun. Meine Treiber haben mir schön die Bude leer gehalten. Darauf gibt es nun erst mal ein Bier!“

Für Cannons-Trainer Athelwulf Nithercott dagegen könnte es ungemütlich werden. Wie der Daily Observer aus gut informierten Kreisen erfuhr, wackelt der Trainerstuhl. So soll es unter der Woche bereits Gespräche mit einem potentiellen Nachfolger gegeben haben. Cannons-Manager Sanjay Kumar wollte sich auf Nachfrage allerdings nicht dazu äußern.

 

Wimbourne Wasps 240 : 450 Caerphilly Catapults

Bei den Wespen läuft es derzeit einfach nicht. Eine Woche nach der krachenden Derbyniederlage gegen Appleby kassierte Wimbourne erneut. Den Spielern ist die Verunsicherung deutlich anzumerken: Allein Jäger Bertie „Lord“ Carrington scheiterte fünf Mal frei vor den Ringen von Maisie Mahone. „Er soll nicht denken, er soll spielen! Was soll ich denn noch tun? Mich selbst einwechseln? Das würde immerhin für neuen Schwung auf dem Feld sorgen, so viel ist klar!“, tobte Präsident Edmund Little-Wittenham auf der Tribüne. Der Mann weiß, wovon er spricht: Vor knapp 30 Jahren trug er selbst das Trikot der Wespen und erzielte in der legendären Londoner Nebel-Partie 1952 gegen die Ballycastle Bats die entscheidenden Punkte vor dem Schnatzfang.

 

Appleby Arrows 430 : 250 Ballycastle Bats

Vom Derbysieg beflügelt, enterten die Arrows mit breiter Brust das Spielfeld gegen die Bats, die während der gesamten Partie Probleme mit dem hohen Tempo hatten. „Wir haben nie richtig zu unserem Spiel gefunden. Gratulation an den Gegner, sie waren heute klar besser. Das muss man auch mal eingestehen können“, versuchte sich Trainer Adam Applerose gar nicht erst an Ausreden.

„Wir haben von Anfang an Druck aufgebaut. Ich hab den Spielerinnen und Spielern gesagt, dass sie das Tempo hoch halten sollen, den Gegner schwindelig spielen sollen. Das haben sie sehr gut umgesetzt. Ich bin sehr zufrieden. Aber wir schauen jetzt nach vorne. In der nächste Woche wartet mit den Cannons ein weiterer Gegner aus dem Tabellenkeller. Brandgefährlich ist sowas! Wir dürfen nicht nachlässig werden!“, so Applebys Trainer Henry Little.

Die Montrose Magpies hatten in dieser Woche spielfrei.

Morgana Morgenthau, Sportredaktion

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